| Pyxidea
mouhoti (GRAY 1862) |
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| Unterarten: Von Pyxidea sind zur Zeit zwei Unterarten beschrieben. Pyxidea mouhoti mouhoti
(GRAY, 1862) |
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| Verbreitung: Als Verbreitungsgebiet für Pyxidea mouhoti wird allgemein Assam, Indien, Burma, Thailand (ist umstritten), Kambodscha, Laos, Vietnam, sowie die Provinzen Guangxi und die Insel Hainan in Südchina angegeben. Sie soll bis zu 20 cm Carapaxlänge erreichen. |
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| Status: Nach der letzen Cites – Konferenz wurde Pyxidea in Anhang B aufgenommen und somit wurde der Handel nach Europa und USA stark eingeschränkt. Ob diese Maßnahme allerdings auf den chinesischen Lebendtiermärkten besonders greift, wird stark angezweifelt. Um so wichtiger ist es jetzt, Zuchtgruppen zusammenzustellen und Nachzuchten zu erhalten. Wegen des großen Verbreitungsgebietes muss allerdings darauf geachtet werden, „Farbvarianten“ nicht zu vermischen. |
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| Verträglichkeit: Die Tiere sind oft sehr unverträglich untereinander, was zu Ausfällen führen kann. Besonders Männchen dürfen nicht zusammen gehalten werden. Auch sind die Männchen sehr aggressiv gegen die Weibchen und versuchen ständig zu paaren. Bei den Paarungen kann es zu erheblichen Bissverletzungen kommen. Pyxidea mouhoti ist mit einem hackenartigen Schnabel ausgestattet, der fürchterlich zubeißen kann. Die Gliedmaßen haben scharfen Krallen, die auch beachtet werden sollen. Auch eine Vergesellschaftung mit anderen Schildkröten sollte vermieden werden. |
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| Geschlechtsunterschiede: Der Schwanz der Männchen ist länger und dicker als der der Weibchen. Oft wird behauptet, dass die unterschiedliche Augenfarbe auf Geschlechtsunterschiede hindeutet. Dies kann ich nicht bestätigen. |
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| Haltung: Entsprechend der Größe der Tiere wird das Terrarium ausgewählt. Grundsätzlich sollte die Carapaxlänge als Grundmaß genommen werden und diese dreimal in der Breite und 5 mal in der Länge gerechnet werden. Ein etwa 15 cm großes Tier sollte demnach mindestens in ein Terrarium untergebracht werden mit den Maßen 45x75cm. Sicherlich ist auch ein Standardmaß von 40x80cm akzeptabel. Aber wie gesagt, dass sollte die unterste Grenze sein. Nach oben ist sicherlich keine Begrenzung und je mehr Platz man den Tieren bietet, um so wohler fühlen sie sich. Ich halte zwei Weibchen in einem Terrarium mit der Grundfläche 80x120cm, in das ich zu Paarungen ein Männchen kontrolliert dazusetze. Als Bodengrund verwende ich feuchten Rindenmulch, der ca. 10cm aufgeschüttet ist. In dem Becken befindet sich eine Plastikschale mit den Maßen LBH 60x30x10cm. Diese wird 3 bis 4 mal pro Woche gereinigt. Eine Korkrinde und einige Plastikpflanzen vervollständigen die Einrichtung. Als Alternative hat sich auch die Gewächshaushaltung bewährt. Dort habe ich 1,2 Pyxidea auf einer Grundfläche von 2x6m gehalten. Der Boden ist stark strukturiert, so dass die Tiere Sichtschutz vor einander hatten. |
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| Futter: Pyxidea mouhoti sind Allesfresser. Von tierischer Nahrung wie z.B. Mäuse, Zophobaslarven, Hackfleisch, Katzenfutter, Nackt- und Gehäuseschnecken, Schaben, bis verschiedene Früchte wie Banane, Erdbeeren, Kiwis, Birnen, Melonen usw. wird alles gierig gefressen. Oft kommt es bei der Fütterung zu Futterneid und Beißereien. |
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| Winterruhe: Ich biete meinen Tieren eine ca. 6 wöchige Winterruhe bei ca. 12°C. In den letzen Jahren. Die Tiere graben sich in den feuchten Bodengrund ein und verbringen dort ihre Ruhephase |
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| Eiablage: Im September 2002 fand Irmi Jasser Häger bei einem Besuch bei mir im Gewächshaus ein Gelege. Dies bestand aus drei Eiern. Beim Bergen habe ich zwei der drei Eier zerstört. Da noch keinerlei Bänderung zu sehen war, war das Ei entweder frisch gelegt oder unbefruchtet. Das Ei wurde in feuchtes Vermiculite in einen Brutkasten überführt. Die Erklärung kam dann, als sich das Ei am nächsten Tag bänderte. Es war also befruchtet. Das Ei wurde bei 28,5°C bebrütet. Nach den bisherigen Zeitigungsdaten war der Schlupf nach 80 bis105 Tagen, also spätestens Anfang Dezember zu erwarten. Da auch Mitte Dezember das Ei noch gut aussah, beließ ich es im Brutapparat. Ende Dezember öffnete ich das Ei und fand ein vollkommen entwickeltes aber abgestorbenes Jungtier. |
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| Nachzuchtberichte
liegen in der deutschsprachige Literatur nach wie vor nur spärlich
vor. Hier zwei Beispiele: FELSNER, H ( 2002): Welt – Erstzuchtbericht der Annam – Dornschildkröte Pyxidea mouhoti obsti FRITZ, ANDREAS & LEHR, 1998. – Emys, Sitzenberg-Reitling, 9(1): 4-21 JAKAB, P & T. SATORHELYI (2000): Haltung und Zucht der indischen Dornschildkröte Pyxidea mouhoti mouhoti (GRAY, 1862) in menschlischer Obhut. – Emys, Sitzenberg-Reitling, 7(1): 4-17 |
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